Häufige Fragen – schnell beantwortet
Ob Passform, Materialien, Normen oder Pflege: Hier findest Du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um unsere Lupriflex Sicherheitsschuhe.
Die FAQ helfen Dir, schnell die richtigen Informationen zu finden – von der Auswahl der passenden Schutzklasse über orthopädische Einlagen bis hin zu Pflege- und Garantiefragen.
Und falls Deine Frage einmal nicht dabei ist: Unser Service-Team ist nur einen Klick
entfernt und unterstützt Dich gerne persönlich.
PASSFORM & GRÖSSE
Wie finde ich die richtige Größe und Passform bei Sicherheitsschuhen?
Am besten probierst Du Deine Sicherheitsschuhe am Nachmittag an – dann sind Deine Füße etwas größer als morgens. Der Schuh sollte bequem sitzen: nicht drücken, aber auch nicht rutschen. Wichtig ist, dass Deine Zehen genug Platz haben, auch mit Arbeitssocken. Achte außerdem auf die richtige Schuhweite – bei breiten Füßen zum Beispiel auf Modelle in Weite 12. Wenn der Schuh wie angegossen sitzt, vermeidest Du Druckstellen und Blasen – und bleibst den ganzen Tag sicher und bequem unterwegs.
Wie finde ich die passende Größe für Lupriflex Sicherheitsschuhe?
Kurz und bündig:
1. Miss deine Fußlänge (inkl. +1 cm Puffer).
2. Vergleiche sie mit der spezifischen Größentabelle auf der Produktseite.
3. Wähle die Größe, bei der das Fußbett 1–1,5 cm länger ist.
4. So sitzt Fuß und Schutz perfekt.
Die richtige Schuhgröße bei Lupriflex darfst du nicht einfach von deinem Alltagsschuh übernehmen — Hersteller und Modelle fallen
teils unterschiedlich aus. Daher gilt: Das wichtigste Maß ist deine Fußlänge.
Miss sie sorgfältig, nutze die Größentabellen zu den einzelnen Modellen – und so geht’s:
Fußlänge messen:
- Stelle deinen Fuß auf ein Blatt Papier – idealerweise mit der Ferse an einer Wand, damit nichts verrutscht.
- Zeichne den Umriss deines Fußes nach, mit dem Stift möglichst senkrecht.
- Miss dann die Länge von der Ferse bis zur Spitze des längsten Zehs.
- Nimm als Basis den längeren Fuß, falls deine Füße unterschiedlich lang sind.
- Ziehe mindestens 1 cm hinzu, um die nötige Bewegungsfreiheit im Schuh zu berücksichtigen.
Größentabelle nutzen:
- Jeder Lupriflex-Sicherheitsschuh enthält auf seiner Produktseite eine individuelle Größentabelle, basierend auf der Einlegesohlenlänge (Fußbett).
- Wähle eine Schuhgröße, bei der die Fußbettlänge 1 bis 1,5 cm länger ist als deine gemessene Fußlänge. Liegst du zwischen zwei Größen, entscheide dich je nach Abweichung entweder für die größere oder kleinere Option.
Hier geht’s zu unserem Blogbeitrag zu diesem Thema: So findest du die passenden Schuhe
Was bedeutet Weite 12 bei Arbeitsschuhen?
Bei Arbeitsschuhen bezieht sich die Weite 12 auf eine breitere Passform für den Fuß. Weite 12 ist für Personen mit sehr breiten Füßen gedacht.
Die Schuhweite wird an der breitesten Stelle des Fußes gemessen, im Bereich zwischen Groß- und Kleinzehen-
grundgelenk. Der Unterschied im Umfang zwischen einer Weite 11 (Standardweite) und einer Weite 12 beträgt etwa 3 Millimeter.
Es werden unterschiedliche Weiten angeboten:
- Weite 10/S: für schmale Füße
- Weite 11/M: für normale bis breitere
Füße (Standardweite)
- Weite 12/L: für sehr breite Füße.
Es ist wichtig, dass Du die richtige Schuhweite wählst. Ein gut passender Sicherheitsschuh erhöht den Tragekomfort und vermeidet Fußprobleme, besonders wenn Du die Schuhe den ganzen Arbeitstag lang trägst.
Lupriflex Sicherheitsschuhe bieten wir in den Weiten 11/11,5 (normal) und 12 (Komfort) an.
MATERIAL
Worauf muss ich beim Material achten?
Das Obermaterial sollte zu deiner Tätigkeit und Arbeitsumgebung passen: Atmungsaktive Materialien verhindern Schwitzen; wasserabweisende oder wasserdichte Materialien sind für feuchte Bereiche nötig. In manchen Branchen sind rutschfeste oder besonders widerstandsfähige Sohlen gefragt.
Aus welchem Material bestehen die Zehenschutzkappen und durchtrittsicheren Sohlen? Gibt es Unterschiede?
Zehenschutzkappen sind meist aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff (Composite), Durchtrittschutz aus Stahl oder textilem Material. Die Materialien unterscheiden sich hinsichtlich Gewicht und thermischer Isolation.
Was ist besser - Stahlkappe oder Kunststoffkappe?
Beide schützen gleich gut. Stahl ist robuster, Kunststoff ist leichter und kälteisolierend - besonders angenehm in kalten Umgebungen.
Gibt es vegane Sicherheitsschuhe?
Lupriflex und andere Hersteller bieten vegane Sicherheitsschuhe an – frei von tierischen Erzeugnissen, also auch ohne Leder. Wenn Dir das wichtig ist, achte auf eine entsprechende Kennzeichnung oder frage beim Hersteller nach.
Warum ist die Sohle bei manchen Schuhen so dick oder grob?
Die Sohlen sollen rutschhemmend und stoßdämpfend sein – z. B. auf nassen Böden, Schlamm oder Metallgittern. Je nach Einsatz ist auch das Profil anders.
Was ist der Unterschied zwischen Velours- und Nubukleder?
Der Hauptunterschied liegt in der Seite der Tierhaut, aus der das Leder gewonnen wird:
- Nubukleder stammt aus der Oberseite (Narbenleder) der Haut. Die Narbenseite wird nach der Gerbung fein angeschliffen. Dadurch entsteht eine samtige, aber feste Oberfläche, die natürliche Maserung bleibt sichtbar. Nubuk wirkt edel, ist robuster und langlebiger als Velours. Es erfordert aber eine spezielle Pflege, da es empfindlich auf Wasser und Flecken reagiert. Es wird oft für hochwertige Schuhe, Taschen und Polstermöbel verwendet.
- Veloursleder wird aus der Fleischseite (Spaltleder) gewonnen. Durch Anschleifen entsteht eine weichere, flauschigere Oberfläche ohne sichtbare Narbung. Es ist flexibler und günstiger als Nubuk, dafür aber weniger strapazierfähig und ebenfalls empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Häufig findet man es bei Kleidung, Handschuhen, Futter und manchen Schuhmodellen.
Zusammengefasst: Nubuk ist edel, fest, robust; Velours ist weich, flexibel, günstiger.
Was ist Vollnarbenleder?
Vollnarbenleder ist die stärkste, strapazierfähigste und atmungsaktivste Art von Leder. Es stammt aus der Oberseite einer Tierhaut von außergewöhnlicher Qualität.
ORTHOPÄDISCHE EINLAGEN
Wer übernimmt die Kosten für orthopädische Einlagen bei Sicherheitsschuhen?
Sicherheitsschuhe sind Teil der vorgeschriebenen Schutzausrüstung, und grundsätzlich ist dein Arbeitgeber verpflichtet, dir geeigneten Fußschutz
bereitzustellen.
Benötigst du jedoch orthopädische Einlagen, die ärztlich verordnet sind, ist es nicht automatisch die Pflicht des Arbeitgebers, diese Kosten zu
übernehmen.
Falls der Arbeitgeber nicht zahlt, hast du die Möglichkeit, die Kostenübernahme bei der Bundesagentur für Arbeit oder der Deutschen Rentenversicherung zu beantragen. Wer zuständig ist, hängt von deiner bisherigen Versicherungszeit ab.
Kann ich jede Einlage für Sicherheitsschuhe verwenden?
Nein! Nur zertifizierte Einlagen nach DGUV 112-191 dürfen in Sicherheitsschuhen verwendet werden. Normale Einlagen könnten die Schutzwirkung des Schuhs verändern und sind daher nicht erlaubt.
Wie lange halten orthopädische Einlagen?
Je nach Beanspruchung etwa 6–12 Monate. Danach empfiehlt sich eine Kontrolle, ob die Einlagen noch optimal stützen.
Wo bekomme ich orthopädische Einlagen für Lupriflex Sicherheitsschuhe?
Unser SECOSOL® Fachpartner Matthias Hartmann Orthopädie + Sport GmbH (secosol.de www.secosol.de,
Tel. 02771 – 2679-0, info@hartmann-os.com) oder dein Orthopädieschuhmacher können dir SECOSOL® PREMIUM maßgefertigt für unsere zertifizierten Lupriflex Sicherheitsschuhe anfertigen.
Wie bekomme ich SECOSOL® PREMIUM für meine Sicherheitsschuhe?
1. Wenn Du ein orthopädisches Problem hast, suche einen Facharzt auf und hole Dir ein Rezept.
2. Gehe zu Deinem Orthopädieschuhmacher oder kontaktiere unseren SECOSOL® Fachpartner Matthias Hartmann Orthopädie + Sport GmbH: https://www.secosol.de, Tel. 02771 – 2679-0, info@hartmann-os.com.
3. Lasse dir deine SECOSOL® PREMIUM nach Maß anfertigen und in deine Lupriflex Sicherheitsschuhe einpassen.
SCHUTZKLASSEN UND NORMEN
Woher weiß ich, dass die Arbeitsschuhe zertifiziert sind und der Norm entsprechen?
Arbeitsschuhe und besonders Sicherheitsschuhe sollten immer ein CE-Zeichen sowie die entsprechende ISO-Norm (z.B. EN ISO 20345) tragen. Nur dann ist ein Mindestmaß an getesteter Sicherheit gewährleistet.
Was sind eigentlich Sicherheitsschuhe, und wofür werden sie benötigt?
Sicherheitsschuhe sind Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und schützen die Füße am Arbeitsplatz vor Verletzungen durch herabfallende Gegenstände, Durchtrittgefahren, Rutschen oder chemische Einwirkungen. In vielen Berufen ist das Tragen gesetzlich vorgeschrieben, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Sicherheits-, Arbeits- und Berufsschuhen?
Sicherheitsschuhe haben eine Zehenschutzkappe und erfüllen mindestens die Norm EN ISO 20345 – das ist Pflicht, wenn Verletzungsgefahr durch schwere oder spitze Gegenstände besteht. Arbeits- oder Berufsschuhe (EN ISO 20347) haben keine Zehenschutzkappe, sind aber je nach Modell trotzdem
rutschfest, antistatisch oder durchtrittsicher. Was Du brauchst, hängt von Deinem Job ab.
Welche Schutzklassen (z. B. S1, S2, S3) gibt es und was bedeuten sie?
Die Schutzklassen sagen aus, welche Sicherheitseigenschaften ein Schuh hat.
- S1 = Zehenschutzkappe, antistatisch, energieabsorbierend
- S1P = wie S1 + durchtrittsichere Sohle
- S2 = wie S1, zusätzlich wasserabweisend
- S3 = wie S2 + durchtrittsicher
Je nach Einsatz brauchst Du eine bestimmte Klasse – im Bau z. B. meist S3.
S3 Sicherheitsschuhe bieten den umfassendsten Schutz und sind ideal für Außenbereiche oder Baustellen geeignet. Die Wahl der richtigen
Schutzklasse hängt von den spezifischen Anforderungen des Arbeitsplatzes und den potenziellen Gefahren ab.
Diese Angaben beziehen sich auf die Norm EN ISO 20345:2011. Seit 30.06.2022 wurde diese Norm durch die neue Norm EN ISO 20345:2022 abgelöst, wo zusätzliche Schutzklassen gelten.
Weitere Informationen findest Du in unserem Blogbeitrag:
https://sicherheitsschuhe.de/blogs/know-how/die-schutzklassen-s1-s2-und-s3-bei-sicherheitsschuhen
Welche Sicherheitsklasse brauche ich?
Deine Wahl hängt von der Branche und deiner konkreten Arbeitsumgebung ab (z.B. S1 für trockene Innenräume, S2 für feuchte Bereiche, S3 für zusätzliche Durchtrittssicherheit, S4/S5 für besondere Chemikalien- oder
Flüssigkeitsschutzanforderungen). Eine pauschale Antwort gibt es nicht; die Anforderungen sollten mit deinem Arbeitgeber oder der Berufsgenossenschaft abgestimmt werden.
Diese Angaben beziehen sich auf die Norm EN ISO 20345:2011, die am 30.06.2022 durch die neue Norm EN ISO 20345:2022 abgelöst wurde, wo andere Schutzklassen gelten.
Was bedeuten die Kennzeichen in der Lasche?
Die Kennzeichnung bezieht sich auf die Kategorien von Sicherheitsschuhen nach der internationalen Norm EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe.
EN ISO 20345:2022
SB: Grundanforderungen nach Norm (inkl. Zehenkappe)
S1: Zehenschutzkappe (A + E)
S1P / S1PL / S1PS: Zehenschutzkappe + Durchstichwiderstand (A + E + P/PL/PS)
S2: Zehenkappe + Wasserabw. Obermaterial (A + E + WPA)
S3: Zehenschutzkappe + Wasserabweisendes Obermaterial + Durchstichwiderstand + Profilsohle (A + E + P/PL/PS +
WPA)
S4 - S6: Gummistiefel
S7 / S7L / S7S: Zehenschutzkappe + Wasserdichtigkeit des Schuhs/Membran+
Durchstichwiderstand +Profilsohle (A +
E + P/PL/PS + WR)
P:Durchstichwiderstand - Stahlsohlen (1.100 Newton, 4,5-mm-Nagel)
PL: Durchstichwiderstand - nichtmetallische Sohlen (1.100 Newton, 4,5-mm-Nagel)
PS: Durchstichwiderstand - nichtmetallische Sohlen (Mittelwert 1.100 Newton, 3,0-mm-Nagel)A: Antistatische Schuhe
E: Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
FO: Kraftstoffbeständigkeit der Sohle (freiwillige Zusatzanforderung)
SR: Rutschhemmung (Rutschtest auf Keramikfliese/Glyzerin)
WPA: Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme (wasserabweisendes Obermaterial)
WR: Wasserdichtheit (gesamter Schuh)
LG: Halt auf Leitern (Sohle)
SC: Abriebfeste Überkappe
C: Leitfähige Schuhe
I: Elektrisch isolierende Schuhe
HI: Wärmeisolierung der Sohle
CI: Kälteisolierung der Sohle
HRO: Widerstandsfähigkeit der Sohlen gegen Kontaktwärme
CR: Schnittfestigkeit des Obermaterials
AN: Knöchelschutz
M: Mittelfußschutz
EN ISO 20345:2011
SB: Grundanforderungen nach Norm (inkl. Zehenkappe)
S1: Zehenschutzkappe
S1P: Zehenschutzkappe + Durchtrittschutz
S2: Zehenkappe + Wasserdichtigkeit
S3: Zehenschutzkappe + Wasserdichtigkeit + Durchtrittschutz + Profilsohle
P: Durchtrittschutz
E: Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
A: Antistatische Schuhe
C: Leitfähige Schuhe
I: Elektrisch isolierende Schuhe
HI: Wärmeisolierung der Sohle
CI: Kälteisolierung der Sohle
WR: Wasserdichtigkeit der Schuhe
WRU: Wasserbeständigkeit des Schuhoberteils
HRO: Widerstandsfähigkeit der Sohlen gegen Kontaktwärme
FO: Kraftstoffbeständigkeit der Sohle
CR: Schnittfestigkeit des Obermaterials
AN: Knöchelschutz
M: Mittelfußschutz
SRA: Rutschhemmung auf Böden aus Keramikfliesen mit NaLS
SRB: Rutschhemmung auf Stahlböden mit Glycerin
SRC: Erfüllt die Rutschhemmung nach SRA und SRB
Wie unterscheiden sich die alten von den neuen Kennzeichnungen in der EN ISO20345:2022?
Die EN ISO 20345:2022, die am 30. März 2023 in Kraft getreten ist, führt mehrere wichtige Änderungen bei den Kennzeichnungen für Sicherheitsschuhe ein:
Rutschhemmung
- Alt: SRA, SRB, SRC
- Neu: SR
Die früheren Kennzeichnungen "SRA", "SRB" und "SRC" werden nicht mehr verwendet. Stattdessen wird nun die Kennzeichnung "SR" genutzt, wenn der Schuh einen Rutschtest auf einer Keramikfliese mit Glyzerin besteht.
Durchtrittsicherheit
- Alt: P (für alle Arten von Durchtrittsicherheit)
- Neu:
- P: Für Stahlsohlen
(1.100 Newton, 4,5-mm-Nagel)
- PL: Für nichtmetallische Sohlen
(1.100 Newton, 4,5-mm-Nagel)
- PS: Für nichtmetallische Sohlen
(Mittelwert 1.100 Newton, 3,0-mm
-Nagel)
Schutzklassen
- Alt: SB bis S5
- Neu: SB bis S7
Die Kennzeichnung wurde erweitert und umfasst nun zusätzliche Schutzklassen wie S6 und S7 für vollständig wasserdichte Schuhe mit Wetterschutz-Membran.
Wasserdichtigkeit
- Alt: WRU
- Neu: WPA (Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme/wasserabweisendes Obermaterial) und WR (Wasserdichtheit
(gesamter Schuh)
Zusätzliche neue Symbole
- LG: Für Leitergrip
- SC: Für Überkappenabrieb
Kraftstoffbeständigkeit
- Neu: FO als freiwillige Zusatzanforderung
Orthopädische Sicherheitsschuhe
- Neu: OF (Orthopedic Footwear) für geprüfte orthopädisch angepasste Schuhe
Diese Änderungen zielen darauf ab, die Eigenschaften und den Schutz von Sicherheitsschuhen präziser zu beschreiben und somit die Arbeitssicherheit zu verbessern.
Genauere Informationen zur EN ISO 20345:2022 findest Du in diesem Blogbeitrag:
https://sicherheitsschuhe.de/blogs/know-how/das-update-der-en-iso-20345-2022
Ist die Norm EN ISO 20345:2011 ungültig?
Die alte Norm EN ISO 20345:2011 ist nicht ungültig – sie wurde zwar durch die neue Version EN ISO 20345:2022 ersetzt, die am 30.03.2023 in Kraft getreten ist.
Aber Sicherheitsschuhe nach der alten Norm dürfen bis zum jeweiligen Zertifikatsablauf uneingeschränkt genutzt, verkauft und getragen werden.
Nach Ablauf des Zertifikats ist eine Rezertifizierung nach der aktuellen Norm EN ISO 20345:2022
erforderlich.
In welchen Bereichen sind S1-Schuhe am häufigsten?
S1 Sicherheitsschuhe werden am häufigsten in folgenden Bereichen eingesetzt:
1. Chemieindustrie und Labore: In Produktionsstätten der Chemie- und Pharmaindustrie sowie in Laborumgebungen sind S1-Schuhe weit verbreitet.
2. Gesundheitswesen: Viele Ärzte und Pflegekräfte tragen S1-Sicherheitsschuhe aufgrund ihrer rutschhemmenden Sohle und des Schutzes im Fersenbereich.
3. Kommissionierung und Lager: Besonders bei der Arbeit mit leichteren Produkten wie Kleidung oder Büchern reichen S1-Schuhe oft aus.
4. Innenräume und trockene Umgebungen: S1-Schuhe eignen sich generell für Arbeiten in Innenräumen oder trockenen Umgebungen, da sie keinen speziellen Nässeschutz bieten.
5. Schreinereien: In Schreinereien ohne Baustellentätigkeit können S1-Schuhe ausreichend sein.
6. Logistik: In bestimmten Bereichen der Logistik, wo kein erhöhter Wasserschutz erforderlich ist, werden S1-Schuhe eingesetzt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl der richtigen Schutzklasse von der spezifischen Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes abhängt und in manchen Fällen höhere Schutzklassen wie S1P, S2 oder S3 erforderlich sein können.
Was ist besser - S1 oder S2?
Die Wahl zwischen S1 und S2 Sicherheitsschuhen hängt von den Arbeitsbedingungen ab, da beide unterschiedliche Schutzmerkmale bieten:
Gemeinsamkeiten von S1 und S2:
- Zehenschutzkappe (z. B. aus Stahl oder Kunststoff) schützt vor Stößen und Druck.
- Antistatische Eigenschaften und rutschhemmende Sohlen.
- Öl- und benzinresistente Sohlen.
- Stoßabsorption im Fersenbereich.
- Beide sind für trockene Umgebungen geeignet, jedoch ohne Durchtrittschutz.
Unterschiede zwischen S1 und S2:
- S1 Sicherheitsschuhe: Geeignet für trockene Innenbereiche, wie Büros, Werkstätten oder Lager. Sie bieten keinen Schutz vor Feuchtigkeit oder Nässe.
- S2 Sicherheitsschuhe: Zusätzlich wasserabweisendes Obermaterial. Ideal für feuchte oder nasse Arbeitsumgebungen, z. B. in der Lebensmittelindustrie, im Gartenbau oder bei Arbeiten im Freien.
Wähle S1, wenn du in trockenen Innenräumen arbeitest.
Entscheide dich für S2, wenn du mit Feuchtigkeit oder Nässe zu tun hast.
Welche Berufsgruppen tragen S3- bzw. S7-Schuhe?
S3 Sicherheitsschuhe werden am häufigsten von folgenden Berufsgruppen getragen:
1. Bauarbeiter und Handwerker: Diese Berufe erfordern umfassenden Schutz vor schweren Gegenständen, Nägeln und scharfen Objekten.
2. Metallverarbeiter und Schweißer: S3-Schuhe bieten den nötigen Schutz vor Hitze, Funken und heißem Metall.
Achtung! Die Norm EN ISO 20349 stellt erweiterte Anforderungen an die Ausstattung von Gießer- und Schweißerstiefeln.
3. Arbeiter in der Bauindustrie und im GaLaBau (Garten- und Landschaftsbau).
4. Beschäftigte in der Logistik und in Lagerhäusern, insbesondere wenn sie mit schweren Gegenständen oder in Außenbereichen arbeiten.
5. Forstarbeiter: Sie benötigen robusten Schutz vor mechanischen Gefahren.
6. Arbeiter im Tiefbau: Hier sind durchtrittsichere Sohlen besonders wichtig.
7. Industriearbeiter in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen, die einen hohen Schutzgrad erfordern.
S3-Sicherheitsschuhe sind besonders für Berufe geeignet, die in Außen- und Nassbereichen tätig sind und wo eine erhöhte Verletzungsgefahr durch spitze Gegenstände besteht. Sie bieten umfassenden Schutz und gelten als Allrounder unter den Arbeitsschuhen, was sie für viele verschiedene Industriezweige und anspruchsvolle Arbeitsbedingungen geeignet macht.
Diese Angaben gelten auch für die Schutzklassen S7/S7S/S7L
nach der Norm EN ISO 202345:2022.
S7 entspricht S3 mit zusätzlicher
Wasserdichtigkeit durch eine Membran.
Wann muss man S3 bzw. S7 Arbeitsschuhe tragen?
S3 Sicherheitsschuhe sollten in Arbeitsbereichen mit erhöhtem Verletzungsrisiko getragen werden, insbesondere:
- Im Hoch- und Tiefbau
- Bei Abbruch- oder Entsorgungsunternehmen
- In Branchen mit höherem Arbeitsrisiko
- Bei Arbeitsplätzen mit möglichen spitzen Gegenständen wie Nägeln, Scherben oder anderen durchdringenden Objekten.
Die Entscheidung für S3 Schuhe basiert auf einer Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber.
S3 Schuhe bieten den höchsten Schutz und verfügen über
folgende Eigenschaften:
- Zehenschutzkappe
- Wasserdichtigkeit
- Durchtritthemmender Schutz
- Profilierte Laufsohle mit mindestens 2,5 mm Profiltiefe.
Diese Angaben beziehen sich auf die Norm EN ISO 20345:2011.
Diese Angaben gelten auch für die Schutzklassen S7/S7S/S7L
nach der Norm EN ISO 202345:2022.
S7 entspricht S3 mit zuverlässiger Wasserdichtigkeit durch eine Membran.
Wichtig ist, dass die finale Entscheidung von der spezifischen Risikobewertung des Arbeitsplatzes abhängt. Der Arbeitgeber kann sich dabei von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten beraten lassen.
Was ist der Unterschied zwischen S3 und S7?
Der Hauptunterschied zwischen Sicherheitsschuhen der Klassen S3 und S7 liegt in ihrer Wasserdichtigkeit und dem Obermaterial des Schuhs:
1. Wasserdichtigkeit:
- S3: Bietet Schutz gegen Wasserdurchtritt für mindestens 60 Minuten.
- S7: Ist vollständig und dauerhaft wasserdicht durch eine spezielle Wetterschutz-Membran.
2. Obermaterial:
- S3: Verwendet herkömmliche Materialien wie Leder oder Textil.
- S7: Wird mit Membrantechnologie hergestellt, was die Wasserdichtigkeit
gewährleistet.
Beide Klassen haben folgende Eigenschaften:
- Zehenschutzkappe
- Durchtritthemmende Sohle
- Antistatische Eigenschaften
- Energieaufnahme im Fersenbereich
- Profilierte Laufsohle für verbesserte Rutschfestigkeit.
S7 kann als eine Weiterentwicklung von S3 betrachtet werden, speziell für Arbeiten in sehr feuchten Umgebungen oder bei starkem Regen.
Diese Angaben beziehen sich auf die Norm EN 20345:2022.
Was ist der Unterschied zwischen ESD und antistatisch?
Antistatisch schützt Dich – ESD schützt elektronische Bauteile vor elektrostatischen Entladungen. Wenn Du z. B. in der Elektronikindustrie arbeitest, brauchst Du ESD-Schuhe mit besonders ableitfähigen Materialien.
Wie unterscheiden sich Sicherheitsschuhe bezüglich ihrer elektrischen Eigenschaften?
Elektrisch leitfähige Schuhe (Symbol: C) werden benötigt, wenn eine elektrostatische Aufladung möglichst schnell reduziert und abgeleitet werden soll. Voraussetzung ist, dass die Gefahr eines elektrischen Schlages durch ein elektrisches Gerät oder durch Teile, die die Bearbeitung durchführen, vollständig ausgeschlossen werden kann.
Antistatische Schuhe (Symbol: A) sind erforderlich, wenn eine elektrostatische Aufladung abgebaut und abgeleitet werden soll und die Gefahr eines elektrischen Schlages durch ein elektrisches Gerät oder durch die bearbeitenden Teile nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.
Elektrisch isolierte Schuhe (Symbol: I) müssen getragen werden, wenn die Gefahr eines elektrischen Schlages
besteht, zum Beispiel durch beschädigte, unter Spannung stehende
elektrische Geräte.
Was bedeutet ESD?
Für den Schutz von Werkstücken und Betriebsmitteln durch kontrollierte Ableitung gilt die Norm DIN EN 61340-5-1 („Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene“). Sie befasst sich mit der elektrostatischen Entladung (ESD). Der in dieser Norm definierte ESD-Bereich ist eine Eingrenzung des antistatischen Bereichs aus der EN ISO 20345 Schutzeinrichtungen. Die Untergrenze des Durchgangswiderstandes liegt hier bei 100 Kiloohm, die Obergrenze bei 35 Megohm (3,5 x 107 Ohm).
Ein ESD-fähiger Schuh ist gleichzeitig auch antistatisch. Andersherum ist aber nicht jeder antistatische Schuh ESD-fähig.
Liegt der Durchgangswiderstand bei 100 Megohm, ist der Schuh zwar antistatisch, aber außerhalb der ESD-Grenzwerte. Hat der Schuh einen Durchgangswiderstand von nur 1 Megaohm, ist er sowohl antistatisch als auch ESD-fähig.
Sicherheitsschuhe, die diese Norm erfüllen, tragen das gelbe ESD-Zeichen.
Genauere Informationen findest Du in
diesem Blogbeitrag:
Was bedeutet durchtrittsicher?
Das heißt, dass die Sohle so gebaut ist, dass Nägel oder scharfe Gegenstände nicht durchkommen – z. B. bei Bauarbeiten wichtig. Dafür gibt es Zwischensohlen aus Stahl oder Textil (Synthetik).
Was bedeutet SRC bei Sicherheitsschuhen?
SRC ist die höchste Stufe der Rutschhemmung: Der Schuh wurde auf Keramikfliesen mit Seifenlösung und auf Stahlboden mit Glycerin getestet – und hat bestanden. Das ist besonders wichtig, wenn Du in nassen oder glatten Bereichen arbeitest.
Diese Kennzeichnung ist Teil der europäischen Norm für Sicherheitsschuhe EN ISO 20345:2011.
Aktuelle Kennzeichen der Norm EN ISO 20345:2022 siehe Frage: „Was bedeuten die Kennzeichen in der Lasche?“ Bei dieser neuen Norm lautet das Kennzeichen „SR“ für die Rutschhemmung - mit einem Rutschtest auf einer Keramikfliese mit Glycerin.
Woran erkenne ich, dass die Sohlen öl- und benzinbeständig sind?
Tragen die Sicherheitsschuhe das Kennzeichen „FO“ in der Lasche, dann ist die Sohle kraftstoffbeständig.
Welche Normen müssen Schnittschutzstiefel erfüllen?
Forststiefel müssen diese beiden Normen erfüllen:
EN ISO 20345 (Grundnorm für Sicherheitsschuhe) und
EN ISO 17249 (spezifische Norm für Schuhe mit Schutz gegen Kettensägenschnitte).
Was bedeuten die Schnittschutzklassen bei Forststiefeln?
Die Schnittschutzklassen nach EN ISO 17249 geben an, bis zu welcher Kettengeschwindigkeit der Motorsäge ein Stiefel Schutz bietet:
- Klasse 1: 20 m/s
- Klasse 2: 24 m/s
- Klasse 3: 28 m/s (höchster Schutz).
Woran erkenne ich geprüfte Schnittschutzstiefel und welche Klassen gibt es?
Geprüfte Schnittschutzstiefel tragen ein Piktogramm mit der Schnittschutzklasse sowie oft das KWF-Prüfsiegel als Qualitätsnachweis.
- Klasse 1: Standard und Privatgebrauch
- Klasse 2 und 3: für professionelle Einsätze in Forstwirtschaft, Holzverarbeitung oder Feuerwehr.
Was bedeutet KWF-Standard?
Das KWF-Standard-Prüfzeichen wird vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) vergeben und ist ein anerkanntes Qualitätssiegel für forsttechnische Produkte. Es richtet sich an Gelegenheitsnutzer und nicht- gewerbliche Anwender, etwa Personen, die Brennholz ernten.
Produkte mit diesem Siegel:
- durchlaufen eine vollständige Gebrauchswertprüfung, bei der insbesondere alle Sicherheitsaspekte nach denselben Kriterien wie beim „KWF-Profi“-Siegel getestet werden,
- werden zusätzlich auf Materialqualität, Tragekomfort, Bedienfreundlichkeit und Leistungsgewicht bewertet,
- bieten ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, speziell zugeschnitten auf Hobby- und Privatnutzer.
Der Unterschied zum KWF-Profi-Siegel liegt in der Zielgruppe: Während KWF-Profi für die hohen Ansprüche der professionellen Forstwirtschaft entwickelt wurde, steht KWF-Standard für sichere und geprüfte Produkte, die den Bedarf von Gelegenheitsanwendern optimal abdecken.
RECHTE & PFLICHTEN
Brauche ich Sicherheitsschuhe für meine Arbeit?
Wenn Du mit Maschinen, schweren Materialien oder rutschigen Böden zu tun hast: ja.
Der Arbeitgeber ist sogar gesetzlich verpflichtet, Dir PSA (persönliche Schutzausrüstung) bereitzustellen – und dazu gehören auch Sicherheitsschuhe.
Wann und für wen sind Sicherheitsschuhe Pflicht?
Arbeitgeber müssen über eine Gefährdungsbeurteilung feststellen, ob am Arbeitsplatz Fußschutz notwendig ist. Bei Tätigkeiten mit Gefahren wie herabfallenden Gegenständen, Eindringen von spitzen Objekten oder Kontakt zu Chemikalien sind Sicherheitsschuhe gesetzlich vorgeschrieben.
Wann müssen Sicherheitsschuhe getragen werden?
Sicherheitsschuhe müssen getragen werden, wenn bei der Arbeit mit Gefahren zu rechnen ist, die Fußverletzungen hervorrufen können. Dies wird durch eine Gefährdungsbeurteilung ermittelt, die der Arbeitgeber gemäß §5 des Arbeitsschutzgesetzes durchführen muss.
Konkrete Situationen, in denen Sicherheitsschuhe erforderlich sind:
1. Bei Gefahr durch herabfallende oder rollende Gegenstände
2. Wenn der Fuß eingeklemmt oder gequetscht werden könnte
3. Bei möglichem Kontakt mit spitzen oder scharfen Gegenständen
4. In Umgebungen mit ätzenden oder heißen Flüssigkeiten
5. Bei Arbeiten mit Flurförderzeugen
6. In Bereichen mit Glasscherben auf dem Boden.
Typische Branchen, in denen Sicherheitsschuhe häufig vorgeschrieben sind, sind das Baugewerbe, die Industrie, Logistik und Handel, Feuerwehr, Rettungsdienste sowie Berufe wie Metzger und Köche.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Pflicht zum Tragen von Sicherheitsschuhen nicht an bestimmte Berufe gebunden ist, sondern von den spezifischen Gefährdungen am Arbeitsplatz abhängt. Wenn Sicherheitsschuhe als notwendig erachtet werden, sind Arbeitnehmer gesetzlich verpflichtet, diese zu tragen. Eine Verweigerung kann sogar zu einer Kündigung führen.
Wann ist welche Art von Sicherheitsschuhen bei der Arbeit erforderlich?
Welcher Sicherheitsschuh erforderlich ist, hängt von den Gefährdungen ab, die an einem Arbeitsplatz auftreten können.
Dementsprechend gibt es eine Vielzahl von Schutzkomponenten an Schuhen oder sicherheitsrelevante Anforderungen, wie z.B. Durchstichhemmung oder Schnittschutz, die in der Kennzeichnung der Modelle zu finden sind.
Ist mein Arbeitgeber verpflichtet, Sicherheitsschuhe bereitzustellen?
Ja, wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass Sicherheitsschuhe für deine Tätigkeit notwendig sind, ist der Arbeitgeber verpflichtet, diese zur Verfügung zu stellen. Grundlage dafür sind das Arbeitsschutzgesetz und die DGUV-Vorschriften.
Der Arbeitgeber muss die Kosten übernehmen.
Schuhe müssen regelmäßig erneuert werden, sobald sie verschlissen oder nicht mehr sicher sind.
Besteht keine Gefährdung, entfällt die Pflicht zur Bereitstellung.
Wie viele Sicherheitsschuhe muss der Arbeitgeber stellen?
Es gibt keine gesetzlich festgelegte Anzahl pro Jahr. Entscheidend sind die Arbeitsbedingungen, die Beanspruchung und der Zustand der Schuhe:
- Grundsätzlich gilt: mindestens ein Paar pro Mitarbeiter, Ersatz im Bedarfsfall.
- Bei starkem Verschleiß oder Defekten muss sofort ein Ersatz gestellt werden.
- In feuchten Arbeitsumgebungen ist ein zweites Paar vorgeschrieben.
- Viele Betriebe geben ihren Mitarbeitern zwei Paar Sicherheitsschuhe im Wechsel aus (hygienischer und längere Haltbarkeit).
Wie oft habe ich Anspruch auf neue Sicherheitsschuhe?
Ein Austausch ist immer dann erforderlich, wenn die Schuhe ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen – unabhängig von festen Zeiträumen.
- Faustregel: etwa einmal jährlich neue Sicherheitsschuhe.
- Stark beanspruchte Bereiche (z. B. Baugewerbe): Austausch teils schon nach 6 Monaten.
- Individuelle Regelungen: Unternehmen können eigene Intervalle festlegen.
- Wichtig: Du musst jederzeit über funktionsfähige, sichere Schuhe verfügen.
Darf mir mein Arbeitgeber vorschreiben, welche Schuhe ich tragen soll?
Ja, dein Arbeitgeber kann dir in bestimmten Fällen vorschreiben, welche Schuhe du bei der Arbeit tragen sollst. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab:
1. Sicherheitsaspekte: Wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass spezielle Schuhe für deine Sicherheit erforderlich sind, muss der Arbeitgeber entsprechende Schuhe vorschreiben und bereitstellen.
2. Art des Betriebs: In Dienstleistungsunternehmen mit Kundenverkehr kann der Arbeitgeber im Rahmen seines Weisungsrechts Bekleidungsvorschriften, einschließlich Schuhe, anordnen.
3. Arbeitsplatzspezifische Anforderungen: Je nach Tätigkeitsbereich (z.B. Baustelle, Labor, Reinigungsbranche) können unterschiedliche Anforderungen an das Schuhwerk gestellt werden.
4. Unternehmensinteressen: Der Arbeitgeber darf Dresscodes vorschreiben, die der Sicherheit, dem
Image und der Einheitlichkeit aller Mitarbeiter dienen.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Vorschriften nur für die Arbeitszeit gelten. Zudem sollten die Anforderungen an das Schuhwerk begründbar und mit den Unternehmensinteressen im Zusammenhang stehen.
Wenn du Fragen oder Bedenken bezüglich der Schuhvorschriften an deinem Arbeitsplatz hast, empfiehlt es sich, das Gespräch mit deinem Arbeitgeber zu suchen oder dich gegebenenfalls an den Betriebsrat oder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu wenden.
Wer ist für die Kontrolle und Durchsetzung von Arbeitsschuhen verantwortlich?
Der Arbeitgeber muss nicht nur für die Bereitstellung sorgen, sondern auch prüfen, dass die Mitarbeiter die vorgeschriebenen Arbeitsschuhe tatsächlich tragen. Bei Verstößen können Bußgelder und im Schadensfall rechtliche Konsequenzen drohen.
Welche gesetzlichen Grundlagen gelten für Sicherheitsschuhe für Arbeitgeber?
Die Verpflichtung ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), der PSA-Benutzungsverordnung und einschlägigen DGUV-Regeln (z.B. DGUV Regel
112-191 Fuß- und Beinschutz).
Die Schuhe müssen mindestens der Norm EN ISO 20345 entsprechen.
Wer trägt die Kosten für die Sicherheitsschuhe?
Wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass Sicherheitsschuhe getragen werden müssen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Schuhe kostenlos zur Verfügung zu stellen und für Ersatz zu sorgen, falls sie beschädigt oder verschlissen sind.
Darf ich Sicherheitsschuhe auch in der Freizeit tragen?
Wenn sie bequem sind und Du es möchtest, spricht nichts dagegen. Aber: Für manche Bereiche (z. B. in Reinräumen oder Labors) sollten sie nur im Arbeitskontext getragen werden, wegen möglicher Verunreinigungen.
Darf man auch private Schuhe bei der Arbeit tragen?
Solange der Arbeitsplatz keine Sicherheitsschuhe vorschreibt, können private Schuhe getragen werden.
Grundsätzlich entscheidet jedoch der Arbeitgeber, welche Schuhe bei der Arbeit getragen werden können oder müssen.
PFLEGE & LEBENSDAUER
Wie pflege ich meine Sicherheitsschuhe richtig?
Groben Dreck abbürsten, feucht abwischen, gut trocknen lassen (nie auf der Heizung!) und regelmäßig pflegen – z. B. mit Lederfett oder Imprägnierspray, je nach Material.
Zusätzlich regelmäßig lüften, dabei die Fußbetten herausnehmen. Regelmäßig auf Risse oder Beschädigungen prüfen.
So bleiben Deine Sicherheitsschuhe länger haltbar und funktional.
Detaillierte Informationen mit Pflegetipps findest Du hier:
https://sicherheitsschuhe.de/blogs/handwerk-industrie/sicherheitsschuhe-pflegen-so-lauft-s-richtig
Wie lange halten Sicherheitsschuhe und wann müssen sie gewechselt werden?
Die Lebensdauer deiner Sicherheitsschuhe hängt stark von Einsatz, Arbeitsumgebung und Pflege ab.
- Richtwert: Bei täglichem Gebrauch etwa 6 bis 12 Monate.
- Ein Wechsel ist erforderlich, wenn deine Schuhe sichtbare Schäden haben (z. B. abgelaufene Sohle, beschädigtes Obermaterial, freiliegender Zehenschutz),
- sie nach einem Unfall beeinträchtigt sind,
- der Tragekomfort deutlich nachlässt.
- Faustregel: Ein Austausch mindestens einmal jährlich ist empfehlenswert.
Durch regelmäßige Pflege verlängerst du die Lebensdauer deiner Sicherheitsschuhe und sorgst für optimale Sicherheit und Komfort bei der Arbeit.
Wie erkenne ich, ob mein Sicherheitsschuh noch sicher ist?
Wenn die Sohle rissig ist, die Kappe durchgedrückt oder die Dämpfung spürbar nachlässt, solltest Du ihn ersetzen. Die Sicherheitstechnik im Schuh muss intakt sein – auch wenn der Schuh von außen noch gut aussieht.
Wie lange halten Schnittschutzstiefel?
Die Haltbarkeit hängt von Nutzung und Pflege ab: im professionellen Einsatz ca. 1 Jahr, im privaten Bereich 3–5 Jahre. Faktoren wie Pflege, Arbeitsbedingungen und Qualität können die Lebensdauer verlängern oder verkürzen.
Wann sollten Schnittschutzstiefel ersetzt werden?
Unabhängig von der Nutzungsdauer solltest du deine Schnittschutzstiefel ersetzen, wenn:
- sichtbare Abnutzungserscheinungen wie Risse oder stark abgenutzte Sohlen auftreten,
- die Sicherheitselemente wie Stahlkappen oder Schnittschutzeinlagen beschädigt sind,
- du Unwohlsein oder Druckstellen beim
Tragen bemerkst.
Beachte, dass die Sicherheitsfunktion der Stiefel mit der Zeit nachlassen kann, auch wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind. Daher ist es ratsam, die Stiefel im professionellen Bereich regelmäßig, spätestens nach einem Jahr, auszutauschen.
EINSATZBEREICHE
Welche Sicherheitsschuhe sind fürs Lager geeignet?
Für Lager und Logistik eignen sich vor allem S1P- oder S3-Schuhe, da sie Rutschfestigkeit, Zehenschutz, Durchtrittssicherheit und antistatische Eigenschaften bieten.
- S1P: leicht und atmungsaktiv, ideal für trockene Bereiche.
- S3: zusätzlich wasserabweisend, geeignet für feuchte Umgebungen.
- Für nasse oder stark verschmutzte Bereiche: S4/S5 (wasserdicht).
- In Bereichen mit Metalldetektoren: metallfreie Modelle.
Die endgültige Auswahl sollte immer auf einer Gefährdungsbeurteilung basieren.
Was sind die richtigen Sicherheitsschuhe für Elektriker?
Isolierende Sicherheitsschuhe (Kennzeichnung „I“) sind essenziell – sie schützen zuverlässig vor Stromschlägen durch besonders hohen Durchgangswiderstand und Vorgaben nach DIN EN 50321.
Häufig genügen antistatische oder ESD-Schuhe (z. B. Schutzklasse S3 mit Zusatzfunktionen), insbesondere wenn isolierende Matten verwendet werden. Die genaue Wahl hängt vom konkreten Arbeitsalltag ab und sollte durch eine Gefährdungsbeurteilung bestimmt werden.
Welche Sicherheitsschuhe eignen sich am besten für GaLa-Bauer?
Die besten Sicherheitsschuhe für GaLaBauer sind Modelle mit Schutzklasse S3 bzw. S7, die besonders robust, wasserdicht und rutschfest sind und gleichzeitig hohen Tragekomfort sowie Schutz vor Verletzungen bieten.
Wichtige Merkmale für Arbeitsschuhe für den GaLaBau:
· Durchtrittsichere Sohlen schützen vor Nägeln, Dornen und scharfen Gegenständen auf Baustellen und im Gartenbau.
- Zehenschutzkappen bieten Schutz
vor herabfallenden Steinen oder Werkzeugen. - Widerstandsfähiges Material wie hydrophobiertes Leder widersteht Nässe und Schmutz und ist langlebig.
- Rutschfeste und stabile Sohlen verhindern das Ausrutschen auf glattem oder matschigem Untergrund
- Knöchelschutz und Umknickschutz sind bei unebenem Gelände im GaLaBau besonders wichtig.
- Schnittfeste Sohle aus Gummi (für den Spaten-Einsatz)
- Wasserdicht und atmungsaktiv, damit die Füße auch bei Regen und langer Tragedauer trocken und komfortabel bleiben.
Spezielle Anforderungen, etwa Schnittschutz für Motorsägen, sollten in die Auswahl einbezogen werden.
Was sind die richtigen Sicherheitsschuhe für die Baustelle?
Die richtigen Sicherheitsschuhe für die Baustelle sind grundsätzlich S3- bzw. S7-Sicherheitsschuhe. Sie bieten Zehenschutz, Durchstichwiderstand und Wasserdichtigkeit – somit schützen sie vor Nägeln, Schutt, herabfallenden Materialien und Nässe.
Wichtige Eigenschaften von
Sicherheitsschuhen für die Baustelle sind:
· Durchtrittsichere Sohlen verhindern Verletzungen durch Nägel, Schrauben oder spitze Steine.
· Wasserabweisendes, robustes Material (z.B. hydrophobiertes Leder) schützt bei der Arbeit im Freien.
· Rutschfeste Profilsohlen geben Halt auf Schotter, Lehm, nassen oder vereisten Untergründen.
· Komfort und Ergonomie sind wichtig, da die Sicherheitsschuhe oft den ganzen Tag getragen werden: atmungsaktive Innenfutter, gepolsterte Einlegesohlen und angenehme Passform verbessern den Arbeitsalltag.
Welche Sicherheitsschuhe brauche ich bei Arbeiten mit der Motorsäge und im Forstbereich?
Für Arbeiten mit Motorsägen sind Schnittschutzstiefel Pflicht. Sie verfügen über eingearbeitete Schnittschutzeinlagen, rutschfeste Sohlen und Durchtrittschutz, um Beine und Füße zuverlässig vor Verletzungen zu schützen. Die Lupriflex Schnittschutzstiefel sind KWF-zertifiziert und in verschiedenen Schnittschutzklassen erhältlich – ideal für Forst, Holzverarbeitung und Landschaftspflege.
Welche Sicherheitsschuhe eignen sich für den Winter?
Für den Winter eignen sich am besten Modelle mit isolierendem Innenfutter, wasserabweisendem Material (S3 oder höher) und einer rutschfesten Sohle, z.B. mit Winterprofil. Es gibt auch spezielle Winterschuhe oder Thermostiefel.
KAUFEN, REKLAMIEREN, KONTAKT
Worauf sollte ich bei der Auswahl von Sicherheitsschuhen achten?
Auf diese Kennzeichen und Eigenschaften solltest Du achten:
- CE-Kennzeichen
- ISO-Norm 20345:2022 oder 20345:2011
- Passende Schutzklasse (S1, S2, S3, … S7)
- Bequemlichkeit und Tragekomfort.
Was sind wichtige Auswahlkriterien für Sicherheitsschuhe?
Wichtige Entscheidungskriterien für die richtigen Sicherheitsschuhe sind:
- das Gefährdungspotenzial an deinem Arbeitsplatz
- deine Arbeitsumgebung (innen/außen, feucht/trocken)
- zusätzliche Risiken wie spitze/scharfe Gegenstände
- die Passform und Bequemlichkeit.
Wo kann ich Lupriflex-Sicherheitsschuhe kaufen?
Wir arbeiten mit einem Netz von etwa 300 Fachhändlern in Deutschland zusammen, bei denen du Lupriflex-Sicherheitsschuhe kaufen kannst.
Die Bezugsadressen unserer Handelspartner findest du hier: https://sicherheitsschuhe.de/pages/handler
Außerdem kannst du sie im Lupriflex Online-Shop kaufen.
Wie kann ich Lupriflex Sicherheitsschuhe zurücksenden?
Du hast eine 14-tägige Rückgabefrist für eine kostenlose Retoure.
Das Retourenlabel kannst Du unter info@lupriflex.de bei uns anfordern.
Wir bieten keinen Umtausch an: Wenn Du ein neues Produkt wünschst, bestelle es bitte neu über den Onlineshop. Danke.
Meine Lupriflex-Sicherheitsschuhe sind defekt. Wie und wo kann ich sie reklamieren?
Hast du deine Lupriflex Sicherheitsschuhe in unserem Online-Shop gekauft, schreibe uns bitte eine E-Mail mit dem Foto deines Schuhs an: info@lupriflex.de oder nutze das Formular für Reklamationen auf unserer Service-Seite: https://sicherheitsschuhe.de/pages/service
Hast du deine Lupriflex Sicherheitsschuhe bei einem Fachhändler gekauft, wende dich bitte zuerst an ihn. Er kann am besten beurteilen, was zu tun ist oder ob deine Schuhe zur Reparatur eingeschickt werden sollen. Wir kümmern uns dann gemeinsam mit dem Fachhändler um Deine Reklamation. Danke.
Ich habe mein gewünschtes Modell nicht gefunden. Wer hilft mir weiter?
Du suchst ein bestimmtes Modell und findest es nicht auf unserer Website? Es ist möglich, dass es sich dabei um ein Auslaufmodell handelt. Wenn Du weitere Informationen zu diesem Modell brauchst, dann kontaktiere uns bitte unter: info@lupriflex.de.
Antwort nicht gefunden?
Stelle uns Deine Frage und nutze unser Kontaktformular.
https://sicherheitsschuhe.de/pages/kontakt-anschrift