Wie wir Transportemissionen reduzieren wollen
Die internationale Seeschifffahrt transportiert nachwievor den Großteil des Welthandels und verursacht rund drei Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Laut dem Bericht der Europäischen Kommission über die Treibhausgasemissionen aus dem Seeverkehr 2025 führt der Seeverkehr weiterhin zu steigenden Emissionen: Für 2024 wurden 144,9 Mio. Tonnen CO₂ gemeldet, das waren 12,9 % mehr als 2023.
Die International Maritime Organization (IMO) - eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) mit 175 Mitgliedsstaaten und Sitz in London - hält an ihrem Ziel fest, die Schifffahrt bis etwa 2050 auf Netto-Null-Emissionen zu bringen, und verschärft dafür ihre Zwischenziele für den Einsatz emissionsärmerer Energien und Kraftstoffe.
Was ist der Kraftstoff der Zukunft?
Dass es mit fossilen Brennstoffen so nicht weitergehen kann, ist uns allen klar. Sie sind nicht nur Emissionstreiber Nummer Eins, sondern diese Ressourcen sind begrenzt. Könnte man fossile Kraftstoffe in der Schifffahrt ersetzen, würde sich ihre Treibhausgasbilanz erheblich verbessern. Es gibt alternative Brennstoffe wie Biokraftstoffe, Ammoniak, Wasserstoff oder Methanol. Aber wo liegt das größte Potenzial? Wie sieht es mit ihrer Verfügbarkeit und den Produktionskapazitäten aus? Die notwendige Infrastruktur wie Motoren oder Tankstellen muss geschaffen werden.
Den Antrieb eines Containerschiffes von fossilen auf regenerative Energiequellen umzustellen, ist aufwändig. Einfacher wäre es, das Schiff gleich mit der neuen Technologie zu bauen. Aber die Betriebskosten sind zwei- bis sechsmal höher im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen. Daher werden weiterhin Schiffe mit Motoren für fossiles Schweröl gebaut, die eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren haben und wieder hohe Emissionen verursachen.
Erheblich weniger Emissionen mit Biokraftstoffen
Die aktuelle Lösung ist Biokraftstoff, weil er genutzt werden kann, ohne die Schiffe umzurüsten. Er kann dem fossilen Kraftstoff beigemischt werden. Wird er im Verhältnis 1:1 ausgetauscht, lassen sich die Emissionen um 80 Prozent verringern. Dieser Biokraftstoff der sogenannten zweiten Generation wird zum Beispiel aus gebrauchtem Frittenfett gewonnen. Das unterscheidet ihn von einem Biokraftstoff der ersten Generation, der aus der Lebensmittelproduktion stammt, Anbauflächen beansprucht und mit reinen Lebensmitteln in Konkurrenz steht. Im Moment kann der Biokraftstoff nur etwa fünf Prozent des Bedarfs decken, aber es ist die einzige Alternative, um heute schon Emissionen zu sparen.
Wie erfolgt nun die Zuteilung der Biokraftstoffe? Es wird das Massenbilanzverfahren wie beim Ökostrom angewendet. Hier zahlen Stromverbraucher*innen für die Einspeisung einer entsprechenden Menge Ökostrom ins Netz, die sie verbraucht haben. Bei Biokraftstoffen zahlen die Eigentümer*innen der Fracht ebenfalls für die erzeugte Reduzierung der Emissionen, die aber unter Umständen auf einem anderen Schiff als dem gecharterten erfolgt. Daher reicht es erst einmal aus, an einigen Häfen Biokraftstoff bereitzustellen.
Wir von Lupriflex beobachten und informieren uns genau, welche Fortschritte es in Sachen emissionsärmere Logistik gibt. Wir bewerten ständig jeden unserer Schritte innerhalb der Lieferkette, um unsere Klimaziele zu erreichen. Das fängt an bei der Beschaffung der Rohstoffe für unsere Sicherheitsschuhe und reicht bis zu Verpackungen mit reduziertem Materialeinsatz bzw. verbessertem Recyclinganteil und dem Transport.
Für die Transporte unserer Schuhmodelle aus China nach Deutschland arbeiten wir mit einem fortschrittlich aufgestellten Logistikunternehmen zusammen. Wir haben uns hier ganz bewusst für den Einsatz von Biokraftstoffen entschieden. Das ist wieder ein kleiner Baustein, um unser langfristiges Ziel - Net Zero bis 2050 - zu erreichen. Dafür sollen Emissionen zunächst so weit wie möglich reduziert werden. Verbleibende Restemissionen werden entsprechend den jeweils geltenden Anforderungen der SBTi behandelt.
Durch den Einsatz abfallbasierter Biokraftstoffe (z. B. aus Altspeisefetten) über unseren Logistikpartner reduzieren wir die Treibhausgasemssionen unserer Seefracht um 80 % (Well-to-Wake) im Vergleich zu konventionellem, fossilem Schiffstreibstoff (VLSFO).
Schauen wir uns den CO₂-Fußabdruck eines Lupriflex Sicherheitsschuhs an, dann verteilen sich die CO₂-Emissionen zu 80 Prozent auf die Rohstoffe und zu zehn Prozent auf die Verpackung und Entsorgung. Zwar macht der Transport nur die weiteren zehn Prozent aus, aber wir wollen auch hier etwas tun. Wenn wir uns bei der Seefracht für Biokraftstoffe entscheiden und unsere Emissionen damit weiter senken können, dann ist das für uns der richtige Weg.
Wir bleiben weiter am Ball und suchen für uns im Sinne der Nachhaltigkeit bessere Lösungen, auch beim Transport.